Informationen

Hintergrundinformationen zum Verkehrskonzept

Aktuelle verkehrliche Situationen im Nationalpark:

Derzeitige Verkehrsbelastungen auf den Straßen im Nationalpark
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Abbildung 1:  Derzeitige Verkehrsbelastungen auf den Straßen im Nationalpark
Quelle: Vorstudie Verkehrskonzept Schwarzwald

Schematische Darstellung des derzeitigen Busangebotes im Nationalpark
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Abbildung 2:  Schematische Darstellung des derzeitigen Busangebotes im Nationalpark
Quelle: Vorstudie Verkehrskonzept Schwarzwald

An schönen Tagen im Nationalpark Schwarzwald kommen viele Besucherinnen und Besucher. Dann herrschen teilweise chaotische Situationen durch viele PKW. Diese sollen künftig vermieden werden. 

Verkehrssituation am Mehliskopf

Abbildung 3:  Verkehrssituation am Mehliskopf am 22.01.2017
Quelle: PTV Transport Consult GmbH

Unerlaubtes Parken auf Grindenflächen nähe Lotharpfad

Abbildung 4:  Unerlaubtes Parken auf Grindenflächen nähe Lotharpfad am 01.11.2015
Quelle: Ranger Nationalpark

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Ziel

Im Nationalparkgesetz ist festgelegt, dass bis Ende des Jahres 2018 im Rahmen des Nationalparkplans ein Verkehrskonzept zu erstellen ist. Dieses Verkehrskonzept wird, wie der gesamte Nationalparkplan, vom Nationalparkrat beschlossen. Das Ministerium für Verkehr hat die Firma PTV Transport Consult GmbH und die Konsortialpartner raumobil, PWC und 7media damit beauftragt das Verkehrskonzept zu entwickeln.

Das Verkehrskonzept leistet einen Beitrag dazu, den Nationalpark Schwarzwald und die Nationalparkregion zu einem Wegbereiter für eine moderne und nachhaltige Mobilität der Zukunft im ländlichen Raum Baden-Württembergs zu entwickeln.

Diese Zielsetzung hat das Land Baden-Württemberg für das zu erstellende innovative, nachhaltige und digital basierte Verkehrskonzept definiert, das den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stärken und den motorisierten Individualverkehr (MIV) lenken soll. Die Ergebnisse des Konzeptes sollen realisierbar, finanzierbar und kommunizierbar sein, die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und von der Bürgerschaft und den Trägern öffentlicher Belange in der Region um das Nationalparkgebiet akzeptiert werden können. Belange des Natur- und Umweltschutzes sollen bestmöglich einbezogen werden.

Von besonderer Bedeutung ist die Vereinbarkeit der Alltags- und Wirtschaftsmobilität der Wohn- und Arbeitsbevölkerung mit dem Tourismus. Dabei ist eine gezielte Besucherlenkung, gerade auch bei touristischen Überlastungserscheinungen besonders wichtig, aber nur eine von vielen Maßnahmen innerhalb des Gesamtkonzeptes.

Die Vorteile der nachhaltigen Mobilität sollen für die Besucherinnen und Besucher wie auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Nationalparkregion möglichst unmittelbar spürbar sein (z.B. über reduzierten Lärm, bessere ÖPNV-Angebote etc.) und im besten Fall als ein Standortvorteil für Tourismus und Wohnen im Nationalparkgebiet herausgearbeitet werden.

Themenblöcke der Mobilität

Themenblöcke der Mobilität

Einen besonderen Schwerpunkt der Arbeiten sehen wir in der Erarbeitung eines
digitalen Verkehrskonzeptes, welches die klassischen Verkehrsthemen zusammenführt. Für unser Verständnis ist dies die zentrale Schnittstellenaufgabe des gesamten Projektes.

Dies wird verdeutlicht, wenn wir uns dem Thema aus Sicht des Nutzers zuwenden. Im Folgenden wird die Situation vor Antritt eines Ausflugs beschrieben:

Vor Antritt des Ausflugs:

Frau Anna Meyer möchte am Sonntag in den Nationalpark fahren. Sie möchte hauptsächlich wandern und dies noch mit einem Besuch im Nationalparkzentrum abrunden. Sie besitzt einen PKW.

 

Heutige Situation:

Vor ihrem geplanten Ausflug erhält Anna Meyer die Informationen über die verschiedensten Dienste. Sie informiert sich über Flyer, Broschüren und das Internet. Leider erhält sie dort jeweils nur Einzelinformationen zur ihrer Wanderroute oder zum Nationalparkzentrum.

Je nach Aktivität wie Anreise, Wanderrouten, Sehenswürdigkeiten etc. sind verschiedene Internetseiten zu beachten. Die Zusammenstellung der Einzelergebnisse bleibt Anna Meyer überlassen und damit auch die Ungewissheit, inwiefern ihre Recherche richtig ist.

Im schlimmsten Fall wird Anna Meyer ihren Ausflug aus Bequemlichkeit und Sicherheit im ihrem Pkw durchführen.

 

heutige Situation
Zukünftige Situation:

Im Zuge des digitalen Verkehrskonzeptes wird Anna Meyer ihren geplanten Ausflug und die damit verbundenen Aktivitäten auf einer Internetseite eingeben. Diese Internetseite wird ihr aufgrund der Verknüpfung bzw. Verbindung zu anderen Seiten, Hin- und Rückfahrtmöglichkeiten vorschlagen – von Beginn des Ausflugs bis zum Schluss. Alle Informationen werden zentral über eine Seite zur Verfügung gestellt.

Frau Meyer erhält vor Beginn des Ausflugs einen Reiseplan mit Informationen zu den notwendigen An- und Abreisefahrten (z. B. Bahn, Bus oder E-Bike-Verleih) und den Wandertouren einschließlich Sehenswürdigkeiten.

zukünftige Situation

Leitidee

Im Nationalpark soll Besucherinnen und Besuchern Naturerleben und naturverträgliche Erholung ermöglicht werden. Gleichzeitig müssen An- und Abreise sowie die Mobilität im Nationalpark ermöglicht werden. Um dabei trotzdem die Belange des Umwelt- und Naturschutzes zu gewährleisten, ist ein durchdachtes Verkehrskonzept notwendig. Dieses muss

  • die individuellen Vorlieben und Bedürfnisse (zum Beispiel Barrierefreiheit) der Nutzerinnen und Nutzer berücksichtigen.
  • ein flexibles Bewegen zum und im Nationalpark ermöglichen.
  • mit den Werten des Nationalparks vereinbar sein.
  • den Verkehrslärm und die verkehrsbedingten Einwirkungen auf die Natur reduzieren.

Für das Verkehrskonzept wurde die Leitidee Natur. Bewusst. Mobil. entwickelt. Diese beschreibt die Ausrichtung des Verkehrskonzeptes und prägt die Bearbeitung der einzelnen Schritte. Damit wird eine gemeinsame zielgerichtete Bearbeitung sichergestellt. Der Slogan Eine Spur wilder des Nationalparks bleibt davon unberührt.

 Leitidee des Verkehrskonzepts: Natur. Bewusst. Mobil

Damit das Verkehrskonzept entsprechend der Leitidee ausgerichtet ist und erfolgreich umgesetzt werden kann, müssen unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden. Diese lassen sich anhand verschiedener Nutzergruppen, Aktivitäten und Angeboten ableiten. Hierzu zählen:

Es gibt unterschiedliche Nutzergruppen:

  • Tagesbesucherinnen und -besucher
  • Übernachtungsgäste Region
  • Anwohnerinnen und Anwohner, Unternehmen
  • Schülerinnen und Schüler, Auszubildende
  • Personen die in Ihrer Mobilität, Kognition oder Sinneswahrnehmung eingeschränkt sind

Es gibt unterschiedliche Aktivitäten:

  • Wandern, Radfahren, Skifahren, Langlaufen u.a.
  • Informieren
  • Sightseeing, Fahren als Erholung

Es gibt unterschiedliche Angebotsformen:

  • Im Nationalpark
  • Natur erleben
  • Naturverträgliche Erholung
  • Bildung & Besucherinformation
  • In der Nationalparkregion
  • Aktivitäten der Gemeinden
  • Outdooraktivitäten (geführte bzw. gekennzeichnete Touren)
  • Indooraktivitäten, z. B. Museen, Hallenbäder,… (auch bei Schlechtwetter)

Maßnahmen

Um die oben genannten Ziele zu erreichen, wurden folgende Themengebiete definiert, zu denen im Verkehrskonzept Aussagen getroffen werden sollen:

ÖPNV-Konzept

  • Erarbeitung von Linienführungen und Taktungen der Linienbusse unter Berücksichtigung unterschiedlicher Nutzergruppen zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten.
  • Aufstellung von Kriterien für Bus-und Haltestellenausstattung.

Tarifkonzept

  • Erarbeitung eines ÖPNV-Tarifkonzeptes für den Nationalpark einschließlich Aussagen zu Finanzierung, Gültigkeit, Kombinationen mit Parkraumbewirtschaftung und Eintrittstickets.
  • Es werden Aussagen zur Information der einzelnen Nutzergruppen (Besucherinnen und Besucher, Anwohnerinnen und Anwohner, Schülerinnen und Schüler…) und kundenfreundliche Erwerbsmöglichkeiten von Fahrscheinen getroffen.

Marketing

  • Erstellung eines Maßnahmenkataloges zur Vermittlung und Bewerbung der künftigen attraktiven ÖPNV-Angebote, Vertriebsunterstützung eines Nationalparktickets, Stärkung des Nationalparkimages und Motivation der Besucherinnen und Besucher, auf das Angebot des Nationalparks „umzusteigen“.

Verkehrsführung

  • Entwicklung von tages- und jahreszeitlich angepassten Lösungen für ein kleinräumiges Parkraummanagement an den touristischen Zielen.
  • Entwicklung eines großräumigen Parkraummanagement zur Reduzierung des PKW-Verkehrs im Nationalpark sowie Förderung alternativer Verkehrsmittel innerhalb des Nationalparks.
  • Aufzeigen von Maßnahmen zur Parkraumbewirtschaftung, Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel an definierten Punkten Maßnahmen zur Lenkung und Verkehrsberuhigung und eines Beschilderungskonzeptes (Straßenbeschilderung).

Radverkehr

  • In der Zusammenführung von geeigneten und attraktiven Radverkehrsrouten werden die Standorte von Pedelecverleihstationen, Bike-Sharing-Angeboten, Ladestationen und ausreichenden und sicheren Stellplatzflächen zusammengestellt.

Leiser ist besser (Reduzierung Straßenlärm)

  • Analyse des Verkehrsaufkommens auf den Straßen im Nationalparkgebiet und straßenverkehrsrechtliche Prüfung von verkehrsregulierenden Maßnahmen zur Verkehrsreduzierung und Bewertung der Umsetzbarkeit.
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung alternativer Mobilitätsformen und zur Minimierung der Schadstoff- und Lärmemissionen.

Digitales Konzept

Aufzeigen eines einfach nutzbaren multimodalen Auskunftssystems, das die Anforderungen des Kunden bedient. Es soll die Anschlussmöglichkeiten zu weiteren Verkehrsmitteln, den Transport von beispielsweise Pedelecs und Sportgeräten sowie alternative Reisezeitpunkte in die Planung integrieren.Es soll für die Nutzerinnen und Nutzer individuell und einfach zu nutzen sein. Es soll persönliche Vorlieben und Bedürfnisse berücksichtigen und die Möglichkeiten und Vorzüge der Nutzung des ÖPNV und anderer alternativer Verkehrsmittel aufzeigen.

Finanzierungskonzept

  • Es werden die Kosten je Maßnahme (Infrastruktur, Betrieb,…) ermittelt. Zudem werden Finanzierungsmöglichkeiten aufgezeigt, mit denen die Maßnahmen gefördert und umgesetzt werden können.

Umsetzungskonzept

  • Aufstellung eines Maßnahmenplans unter Berücksichtigung zeitlicher Abhängigkeiten und Synergien sowie Nennung von Akteuren.
  • Erstellung von Maßnahmenbeschreibungen, die Kosten, Wirksamkeiten und die Abhängigkeiten mit anderen Maßnahmen dargestellt und die Umsetzungsdauer einschätzt.

Die Maßnahmen für das Verkehrskonzept orientieren sich an drei wichtigen Fragen:

  • Wie komme ich in den Nationalpark?
  • Wie bewege ich mich im und durch den Nationalpark (auch im Alltag)?
  • Wie informiere ich mich über die Verkehrsmittel zum und im Nationalpark?

Neben der Beantwortung dieser Fragen wird die zeitliche Umsetzung der Maßnahmen erarbeitet. Es muss ebenfalls erarbeitet werden, welche Abhängigkeiten, Synergien und Zuständigkeiten sich daraus ergeben und welche Vorleistungen damit erbracht werden.

Bestehende Studien und Planungen

Schon vor Beauftragung des Verkehrskonzeptes wurden eine Reihe von Studien und Planungen durchgeführt. Diese wurden im Planungsprozess berücksichtigt. An dieser Stelle wird auf die Ergebnisse des Masterplans „Schwarzwaldhochstraße“ verwiesen, der sich intensiv mit möglichen Nutzungsstandards an den zentralen Orten im Nationalpark auseinandersetzt und Vorschläge für die zukünftige Ausgestaltung macht.

Beispiel barrierefreier Ausbau von Mobilitätsinfrastruktur an wichtigen Zielen im Nationalpark

Abbildung 10:      Beispiel barrierefreier Ausbau von Mobilitätsinfrastruktur an wichtigen Zielen im Nationalpark.
Quelle: LEADER-Projekt Entwicklungskonzept Schwarzwaldhochstraße

FAQs zum Verkehrskonzept

Motorisierter Individualverkehr

Es wurde bereits Tempo 70 auf der Strecke zwischen Alexanderschanze und Ruhestein umgesetzt, so dass nun Tempo 70 auf der gesamten B500 gilt. Querungshilfen. Geschwindigkeitsbegrenzungen

Geschwindigkeitsbegrenzungen, Geschwindigkeitsreduktion durch bauliche Maßnahmen (Beispielsweise Querungshilfen ), Lärm- und Geschwindigkeitskontrollen

Derzeit sind keine Durch- bzw. Zufahrtsbeschränkungen vorgesehen.

Frühzeitige Information über belegte Parkplätze, Hinweise auf P+R -Angebote

Derzeit werden alle Möglichkeiten vom Planungsbüro überprüft, wie möglichst kostensparend weitere Parkmöglichkeiten geschaffen werden können. Denkbar sind folgende Lösungen: • Anmietung von gewerblichen Parkflächen entlang der B500 für die Wochenenden/Feiertage, die an diesen von Unternehmen nicht genutzt werden • Parkhäuser an Verkehrsknotenpunkten um Fläche zu sparen, z.B. an Bahnhöfen und P+R -Plätzen

Geplant sind aktuell ca. 400-500 Parkplätze am Ruhestein. Das Planungsbüro berechnet darüber hinaus derzeit das potentielle Besucher- und Verkehrsaufkommen im Nationalpark und erhebt welche Parkflächen in der Nationalparkregion überhaupt tatsächlich zur Verfügung stehen würden.

Öffentlicher Personennahverkehr

Aufbauend auf den heutigen Linienwegen sind durchgehende Buslinien aus den Tälern zu den wichtigen Zielen und Verknüpfungspunkten im Nationalpark vorgesehen.

Es wird ein klar strukturiertes Liniennetz mit eindeutigem Taktangebot und Verknüpfungen zwischen dem Schienenverkehr und dem Busnetz erarbeitet. Die Grundstruktur des Netzes bleibt unabhängig des Tages (Schultag, Ferientag, Samstag, Sonntag) gleich. Das Angebot soll unabhängig vom Verkehrsverbund als ein Angebot kommuniziert. Zudem ist die Aufbereitung des Fahrplans mittels des neuen digitales Auskunftssystems ein wichtiger Baustein für ein leicht verständliches ÖPNV-Netz. Es soll eine engere Taktung der Buslinien geschaffen werden. Busse sollen abends länger fahren. Es soll ein Shuttle-Bus entlang der B 500 vom Plättig an den Kniebis eingerichtet werden.

Die Mitnahmemöglichkeit für Fahrräder ist auf zentralen Linien vorgesehen Wie diese Mitnahmemöglichkeit erfolgen kann, wird noch erarbeitet

Information

Weiterhin wird der Fahrplan als Fahrplanbuch erhältlich sein. Zudem sind weitere Informationen an den zentralen Punkten und Vorort bei den Verkehrsunternehmen zu erhalten.

Vorgesehene Planungen zum Netzausbau sind in der Diskussion. Maßnahmen für lokale Internetzugänge (WLAN) werden geprüft.

Es wird ein Konzept für ein digitales Auskunftsmedium erarbeitet

Die Entwicklung, Bewerbung, Verbreitung und kontinuierliche Betreuung einer App ist sehr kostenintensiv und nicht zielführend. Daher ist die Ausarbeitung eines digitalen Auskunftsmediumss vorgesehen, das auf den bestehenden Daten und Verbreitungskanälen (Webseiten) aufbaut und um Informationen ergänzt werden kann.

Das Konzept für ein digitales Auskunftsmedium wird auf die bestehenden Daten und Verbreitungskanäle (Webseiten) aufbauen und um Informationen ergänzt. Alle Mitglieder, Partner und Interessierte des Nationalparks sollen das Medium nutzen und speziell für ihre Bedürfnisse anpassen und ergänzen können. Ein speziell auf den Nationalpark ausgerichtetes Auskunftsmedium informiert neben den unterschiedlichen Mobilitätsangeboten über weitere Aktivitäten. Die Einbindung auf unterschiedlichen Webseiten und Plattformen garantiert eine weite Verbreitung und einen hohen Widererkennungswert.

Verknüpfung / Weitere Verkehrsmittel

Die Haltestellen werden mit dem Wegekonzept des Nationalparks abgestimmt.

Vorhanden Angebote in der Region sollen erfasst und geeignete Verknüpfungspunkte ausgewiesen werden.

Bei allen Planungen wird das Thema Barrierefreiheit in all seinen Formen (Infrastruktur, Kommunikation, Information) berücksichtigt. Für den Ausbau der Bushaltestellen wird ein Katalog mit Maßnahmen zum Erreichen der Barrierefreiheit aufgestellt. Anforderungen an die Busse und Verknüpfungspunkte werden definiert um Barrierefreiheit zu erreichen.

Ja, da zukünftig über unterschiedliche und neue Möglichkeiten zur An- und Abreise sowie zur Kombination untereinander informiert wird (neue Möglichkeiten zum Wandern unabhängig von Rundwegen usw.). Es werden gegebenenfalls Möglichkeiten zur Mitnahme von Skiausrüstung usw. eingerichtet.

Mobilität allgemein vor Ort

Ein verbessertes, attraktives und leicht verständliches ÖPNV-Angebot.Bessere Informationsmöglichkeiten.Neue Verknüpfungsmöglichkeiten zur Nutzung von Angeboten. Eine Beruhigung und bessere Lenkung der Verkehrsströme.

Wie bisher, oder mittels der anderen attraktiven und gut abgestimmten Verkehrsmittel.

Bevorzugt sollte die Anreise mit dem ÖPNV erfolgen, alternativ mit dem Auto. Ein kostenpflichtiges Parken im Nationalpark ist vorgesehen. Grundsätzlich können Besucherinnen und Besucher mit den Verkehrsmitteln Ihrer Wahl anreisen bzw. sich fortbewegen.

Die Verkehrsbelastung auf den Straßen war in den 60er und 70er Jahren deutlich höher als heute.Es soll erreicht werden, dass möglichst viele Gäste und Einheimische von den Vorteilen des ÖPNV überzeugt werden.

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Glossar zum Verkehrskonzept

Barrierefreiheit

Neben der gesetzlichen Definition zur Barrierefreiheit ist das Thema eine wichtige Querschnittsaufgabe für den Nationalpark Schwarzwald. Wichtig ist, dass bestehende Barrieren ab- und keine neuen aufgebaut werden. Barrierefreiheit bezieht sich unter anderem auf Menschen mit Mobilitäts- und Sinneseinschränkungen.

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Digitalisierung

Im Rahmen des Verkehrskonzeptes bezieht sich Digitalisierung auf Informationen. Gemeint sind Auskünfte über Verbindungsmöglichkeiten, Abfahrtszeiten, Parkmöglichkeiten und touristische Angebote, die in digitaler Form zur Verfügung gestellt werden. Diese Informationen können beispielsweise über eine Internetseite, über Bildschirme an Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln übermittelt werden.

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Elektromobilität (z. B. E-Bike, Pedelecs und E-Autos)

Alle Fahrzeuge, die von einem Elektromotor angetrieben werden und ihre Energie überwiegend aus dem Stromnetz beziehen, also extern aufladbar sind. Dazu gehören rein elektrisch betriebene Fahrzeuge oder eine Kombination von E-Motor und kleinem Verbrennungsmotor.

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MIV = motorisierter Individualverkehr

Motorisierte Fahrzeuge und Zweiräder, wie PKW, Motorräder und Mopeds.

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Multimodal

Multimodal bedeutet, die Möglichkeit für ein konkretes Mobilitätsbedürfnis mindestens zwei Verkehrsmittel nutzen zu können.

Beispiel 1: Morgens Nutzung des ÖPNV auf dem Weg zur Arbeit, nachmittags Mitnahme im Auto nach Hause.

Beispiel 2: Bei schönem Wetter Nutzung des Fahrrades, bei schlechtem Wetter Nutzung des Autos.

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ÖPNV = Öffentlicher Personennahverkehr

Die Beförderung von Personen im Berufs-, Ausbildungs-, Einkaufs- und sonstigen alltäglichen Verkehr mit Fahrzeugen des Straßen- und Schienenverkehrs im Linienverkehr.

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Parkraummanagement

Parkraummanagement bezeichnet die zeitliche und räumliche Beeinflussung der Parkraumnutzung durch bauliche, organisatorische und verkehrsrechtliche Maßnahmen unter Berücksichtigung der lokalen Randbedingungen. Es hat die Aufgabe, das Angebot von und die Nachfrage nach Parkraum im Sinne von Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Verträglichkeit zu steuern (kann auch kostenlos sein).

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Parkraumbewirtschaftung

Um der geringer werdenden Erreichbarkeit und der sinkenden Attraktivität von überlasteten Gebieten entgegenzuwirken, werden in vielen Städten und Gemeinden Maßnahmen zur Parkraumbewirtschaftung eingeführt. Damit soll die Mehrfachnutzung forciert und die Umschlagszahlen eines einzelnen Stellplatzes erhöht werden. Parkraumbewirtschaftung wird auch als Steuerungselement genutzt um, wie im NLP geplant, die Besucherinnen und Besucher vom MIV auf den ÖPNV zu lenken

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POI = Point of interest

Interessante Orte oder Sehenswürdigkeiten, z.B. Aussichtspunkte, historische Gebäude, Plätze, Museen

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P+R = park and ride = Parken und Reisen

bezeichnet ein Prinzip der Verkehrsplanung, in dem in der Nähe von Haltestellen des ÖPNV Abstellmöglichkeiten für PKW, teilweise auch Motorräder und Busse, zur Verfügung gestellt werden.

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Querungshilfen

Bauliche Vorrichtungen, die Fußgängerinnen  und Fußgängern das Überqueren einer Straße erleichtern, zum Beispiel Ampeln, Zebrastreifen oder Brücken.

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SPNV = Schienenpersonennahverkehr

Die Verkehrsleistungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Der Begriff umfasst die Zuggattungen Interregio-Express, Regional-Express, Regionalbahn (früher Nahverkehrszug) und S-Bahn.

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Tarifsystem/Tarifkonzept

Durch ein Tarifsystem wird im öffentlichen Personenverkehr festgelegt, nach welchen Regeln der Preis für eine Fahrt zwischen Start- und Zielhaltestelle bestimmt wird. Ebenfalls sind Kombitickets, wie Tickets die ÖPNV-Tickets mit Eintrittstickets in Einrichtungen (z.B. für die Ausstellung im Nationalparkzentrum) verknüpfen, Teil der Überlegungen zu einem Tarifsystem.

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Beteiligung im Nationalpark Schwarzwald

Beteiligung

Beteiligung ist uns ein zentrales Anliegen. Es ist sogar im Nationalparkgesetz vorgeschrieben (§6 NLPG). Uns ist es dabei wichtig, über die Entwicklungen im Nationalpark und unsere Arbeit zu informieren und Ihre Ideen, Anregungen und wichtigen Aspekte aufzunehmen.

Onlinebeteiligung bedeutet für uns: Information und Beratung. Indem Sie an der Onlinebeteiligung teilnehmen, können Sie uns in Form von Anregungen oder Kommentaren beraten. Alle konkreten Entscheidungen liegen jedoch ausschließlich beim Nationalparkrat. Damit bestimmt er auch darüber, inwieweit Anregungen aus der Onlinebeteiligung in die Beschlüsse mit aufgenommen werden.

Einen kurzen Überblick, auf welchen Ebenen Beteiligung im Nationalpark Schwarzwald möglich ist, finden Sie in unten stehender Grafik.

Die Ebenen der Beteiligung
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Bei der Onlinebeteiligung haben Sie die Möglichkeit, sich aktiv in die Pläne für den Nationalpark einzubringen. Der Nationalparkplan wird in Zusammenarbeit mit Ihnen gestaltet und transparent entwickelt. So haben Sie nicht nur die Möglichkeit, sich über Vorgehen, Vorhaben und Planung zu informieren, sie können auch aktiv Ihre Ideen einbringen und uns beratend zur Seite stehen.

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Der Nationalpark Schwarzwald

Die Aufgaben der Nationalparkverwaltung sind äußerst spannend und vielfältig. Vorrangiges Ziel des Nationalpark Schwarzwald ist das Motto "Natur Natur sein lassen" und den Einfluss des Menschen auf die Natur auf ein Mindestmaß zu beschränken. Einzelne Ökosysteme, wie z.B. die Grinden, die wertvollen Lebensraum für viele bedrohte Arten bieten, können aber ohne menschliche Pflege nicht bestehen und werden aktiv gefördert und geschützt. Der Nationalpark dient aber nicht nur dem Schutz der Natur sondern auch ganz elementar dem Menschen: Besucherinnen und Besucher können hier die wilden Schönheiten des Schwarzwalds mit allen Sinnen genießen und sich von der Hektik des Alltags erholen. Rechtliche Grundlage des Nationalparks ist das Nationalparkgesetz; die wichtigsten Ziele sind außerdem im Leitbild des Nationalparks formuliert.

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Was ist der Nationalparkplan?

Eine der wichtigsten Aufgaben für die Nationalparkverwaltung in den nächsten Jahren ist die Erarbeitung des Nationalparkplans – einer Art „Betriebshandbuch“ für das Schutzgebiet – der planmäßig zusammen mit Nationalparkrat und -beirat und unter großer Beteiligung der Region erstellt wird. Das „Betriebshandbuch“ des Nationalparks umfasst alle wichtigen Ziele, Aufgaben und Themen, die in sogenannten Modulen zum Teil nacheinander, zum Teil gleichzeitig bearbeitet werden:

Arten- und Biotopschutz

Besucherzentren

Borkenkäfermanagement

Erholung und Gesundheit

Forschung und Dokumentation

Kooperationen

Leitbild

Natur- und Wildnisbildung

Tourismuskonzept

Verkehrskonzept

Waldmanagement 

Wegekonzept Zum Archiv

Wildtiermanagement

Zonierung Zum Archiv

Die Region wird dabei umfassend beteiligt werden. Dies ist auch im Nationalparkgesetz verankert. Verabschiedet wird der Nationalparkplan schließlich vom Nationalparkrat. Unmittelbar nach Abschluss eines Moduls beginnt die jeweilige Umsetzungs- und Fortschreibungsphase. Das abschließende Dokument des Nationalparkplans bildet den Rahmen, in dem schließlich alle Konzepte zusammengefasst werden.

Das Nationalparkgesetz legt fest, dass innerhalb von fünf Jahren nach Einrichtung des Parks – also spätestens 2018 – der Nationalparkplan erarbeitet sein muss.

Mehr Informationen zum Nationalparkplan und den einzelnen Modulen finden Sie auf der Internetseite des Nationalparks: www.schwarzwald-nationalpark.de/nationalpark/aufgaben-ziele/nationalparkplan/

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